GEMEINDEFEST DER ARMENISCHEN GEMEINDE IN KÖLN
Am Samstag, dem 19. September 2026, beging die Armenische Gemeinde in Köln ihr alljährliches Gemeindefest. In einer herzlichen, festlichen und familiären Atmosphäre kamen zahlreiche Gemeindemitglieder, Freunde und Gäste zusammen, um die Verbundenheit innerhalb der Gemeinde zu stärken und zugleich die Vielfalt und Lebendigkeit armenischer Kultur, Tradition und kirchlichen Lebens erfahrbar werden zu lassen.
Der Festtag begann mit dem Morgengebet unter der liturgischen Leitung des Primas der Diözese der Armenischen Kirche in Deutschland, S. E. Bischof Serovpe Isakhanyan. Im gemeinsamen Gebet baten die Gläubigen um Gottes Segen und Beistand für die Gemeinde, für ihre Familien sowie insbesondere für die Kinder und Jugendlichen.
Nach dem Gottesdienst wurde das Gemeindefest im Garten und in den Räumlichkeiten der Gemeinde fortgesetzt. Die zahlreichen Besucherinnen und Besucher hatten Gelegenheit zu persönlichen Begegnungen, zum gegenseitigen Austausch und dazu, armenische Kultur und Gastfreundschaft in lebendiger Gemeinschaft zu erleben.
Ein besonderer Schwerpunkt des Tages lag auf dem vielfältigen Kulturprogramm, das unterschiedliche Generationen miteinander verband und die kulturelle Arbeit der Gemeinde sichtbar machte.
Mit großer Freude wurde der Auftritt der Schülerinnen und Schüler der armenischen Samstagsschule der Kölner Gemeinde aufgenommen. Mit Gedichtvorträgen, Liedern und Darstellungen armenischer Traditionen vermittelten die Kinder auf eindrucksvolle Weise ihre Verbundenheit mit der armenischen Sprache und Kultur.
Das Programm wurde außerdem durch den Auftritt des Komitas-Chores der Kölner Gemeinde bereichert, dessen Gesang der Feier eine besonders festliche und würdige Atmosphäre verlieh.
Einen weiteren Höhepunkt bildete die Teilnahme der armenischen Tanzgruppe „Dvin“ der armenischen Gemeinde im Ruhrgebiet. Mit traditionellen armenischen Tänzen begeisterte das Ensemble die Anwesenden und brachte die Ausdruckskraft und Lebensfreude armenischer Tanzkultur eindrucksvoll zur Geltung.
Im Verlauf des Festes richtete der Primas der Diözese, Bischof Serovpe Isakhanyan, ein Gruß- und Segenswort an die Anwesenden.
Der Bischof dankte den Organisatoren des Gemeindefestes, den Mitgliedern des Gemeindevorstandes, den ehrenamtlich Engagierten sowie allen Helferinnen und Helfern, die mit ihrer Zeit, ihrem Einsatz und ihrer Hingabe zur Vorbereitung und Durchführung des Festes beigetragen hatten.
In seinem Wort hob der Primas insbesondere die Bedeutung der Bewahrung armenischer Traditionen und der geistigen Verbundenheit mit der Heimat hervor. Gerade in der Diaspora seien Kirche und Gemeinde von besonderer Bedeutung für die Weitergabe von Glauben, Sprache, Kultur und nationalem Erbe an die kommenden Generationen.
Auch die traditionelle armenische Gastfreundschaft prägte den Festtag in besonderer Weise. Die Gäste konnten zahlreiche Spezialitäten der armenischen Küche genießen, darunter frisch zubereitetes Grillfleisch, armenischen Wein sowie weitere Speisen und Köstlichkeiten. Diese waren mit großem Engagement von der Frauengruppe der Gemeinde und weiteren engagierten Gemeindemitgliedern vorbereitet worden.
Den geistlichen Abschluss des Gemeindefestes bildete am Abend das gemeinsame Gebet. So fand ein erfüllter und freudiger Festtag in Dankbarkeit und in der Bitte um Gottes Segen seinen würdigen Abschluss.
Das Gemeindefest war weit mehr als ein geselliges Zusammensein. Es wurde zu einem lebendigen Ausdruck kirchlicher und gemeinschaftlicher Verbundenheit. Zugleich machte es sichtbar, dass die Armenische Kirche und ihre Gemeinden in der Diaspora Orte bleiben, an denen Menschen verschiedener Generationen einander begegnen, der christliche Glaube gelebt, die armenische Sprache bewahrt, kulturelle Traditionen weitergegeben und die Verbundenheit mit der armenischen Heimat gestärkt werden.
Damit setzte das Gemeindefest auch in diesem Jahr ein eindrucksvolles Zeichen für eine lebendige, glaubensverbundene und zukunftsorientierte armenische Gemeindearbeit in Köln.



