{"id":6862,"date":"2021-06-14T09:35:32","date_gmt":"2021-06-14T07:35:32","guid":{"rendered":"https:\/\/koeln.dakd.de\/?p=6862"},"modified":"2022-01-24T00:37:40","modified_gmt":"2022-01-23T23:37:40","slug":"armenische-denkmaeler-in-der-schusslinie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/koeln.dakd.de\/am\/armenische-denkmaeler-in-der-schusslinie\/","title":{"rendered":"Armenische Denkm\u00e4ler in der Schusslinie"},"content":{"rendered":"<p><div class=\"fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-1 fusion-flex-container nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling\" style=\"--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-flex-wrap:wrap;\" ><div class=\"fusion-builder-row fusion-row fusion-flex-align-items-flex-start fusion-flex-content-wrap\" style=\"max-width:1248px;margin-left: calc(-4% \/ 2 );margin-right: calc(-4% \/ 2 );\"><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-0 fusion_builder_column_1_1 1_1 fusion-flex-column\" style=\"--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:100%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:1.92%;--awb-margin-bottom-large:20px;--awb-spacing-left-large:1.92%;--awb-width-medium:100%;--awb-order-medium:0;--awb-spacing-right-medium:1.92%;--awb-spacing-left-medium:1.92%;--awb-width-small:100%;--awb-order-small:0;--awb-spacing-right-small:1.92%;--awb-spacing-left-small:1.92%;\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-column-has-shadow fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column\"><div class=\"fusion-title title fusion-title-1 fusion-sep-none fusion-title-text fusion-title-size-one\"><h1 class=\"fusion-title-heading title-heading-left\" style=\"margin:0;\"><strong>Armenische Denkm\u00e4ler im Berg-Karabach-Konflikt in der Schusslinie<\/strong><\/h1><\/div><div class=\"fusion-title title fusion-title-2 fusion-sep-none fusion-title-text fusion-title-size-four\"><h4 class=\"fusion-title-heading title-heading-left\" style=\"margin:0;\"><p style=\"text-align: left;\"><strong>Die UNESCO wird beschuldigt, die Augen vor der Zerst\u00f6rung von Kulturst\u00e4tten verschlossen zu haben, w\u00e4hrend der erbitterte Kampf zwischen Aserbaidschan und Armenien im umstrittenen Gebiet andauert<\/strong><\/p><\/h4><\/div><div class=\"fusion-text fusion-text-1\"><p><strong>Dorian Batycka \/ 26. Oktober 2020 \/ erschienen in:\u00a0 <em>\u201eThe Art Newspaper\u201c<\/em><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p>Kulturerbe- und arch\u00e4ologische St\u00e4tten sind erneut bedroht, da die K\u00e4mpfe zwischen Armenien und Aserbaidschan um das umstrittene Gebiet Berg-Karabach erneut aufgeflammt sind. Die j\u00fcngste Eskalation erfolgt, nachdem ein von den US-Beh\u00f6rden vermittelter Waffenstillstand offenbar innerhalb von wenigen Stunden gebrochen wurde. Zwei fr\u00fchere, von Russland vermittelte Feuerpausen wurden ebenfalls nicht eingehalten.<\/p>\n<p>Seit Beginn der letzten Auseinandersetzungen am 27. September starben mehrere Hundert Menschen und Tausende wurden in dem als heftigster Zusammensto\u00df zwischen den beiden L\u00e4ndern seit mehr als 25 Jahren bezeichneten Konflikt vertrieben.<\/p>\n<p>Berg-Karabach, bekannt als Republik Arzach, liegt innerhalb der Grenzen von Aserbaidschan, hat jedoch eine ethnisch armenische Mehrheit und steht seit 1994 unter der Kontrolle von armenischen Truppen. Das Gebiet beherbergt zahlreiche Denkm\u00e4ler von religi\u00f6ser und ziviler Bedeutung. Denkm\u00e4ler und verschiedene Kunstobjekte, einschlie\u00dflich der \u00dcberbleibsel von antiken Siedlungen, von denen einige mittlerweile Ziel von Angriffen wurden.<\/p>\n<\/div><div class=\"fusion-image-element \" style=\"--awb-caption-title-font-family:var(--h2_typography-font-family);--awb-caption-title-font-weight:var(--h2_typography-font-weight);--awb-caption-title-font-style:var(--h2_typography-font-style);--awb-caption-title-size:var(--h2_typography-font-size);--awb-caption-title-transform:var(--h2_typography-text-transform);--awb-caption-title-line-height:var(--h2_typography-line-height);--awb-caption-title-letter-spacing:var(--h2_typography-letter-spacing);\"><span class=\" fusion-imageframe imageframe-none imageframe-1 hover-type-none\"><a href=\"http:\/\/koeln.dakd.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Bild3-1200x798.jpg\" class=\"fusion-lightbox\" data-rel=\"iLightbox[d801b79d5546b8ed2ba]\" data-caption=\"\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/koeln.dakd.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Bild3-1200x798.jpg\" alt class=\"img-responsive wp-image-6871\"\/><\/a><\/span><\/div><div class=\"fusion-text fusion-text-2\"><p style=\"text-align: left;\"><span style=\"font-size: 10px;\">Berg-Karabach liegt innerhalb Aserbaidschans, hat jedoch eine gro\u00dfe armenische Bev\u00f6lkerung \u00a9Illustration von Katherine Hardy<\/span><\/p>\n<\/div><div class=\"fusion-separator fusion-full-width-sep\" style=\"align-self: center;margin-left: auto;margin-right: auto;width:100%;\"><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><div class=\"fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-2 fusion-flex-container nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling\" style=\"--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-flex-wrap:wrap;\" ><div class=\"fusion-builder-row fusion-row fusion-flex-align-items-flex-start fusion-flex-content-wrap\" style=\"max-width:1248px;margin-left: calc(-4% \/ 2 );margin-right: calc(-4% \/ 2 );\"><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-1 fusion_builder_column_1_1 1_1 fusion-flex-column\" style=\"--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:100%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:1.92%;--awb-margin-bottom-large:20px;--awb-spacing-left-large:1.92%;--awb-width-medium:100%;--awb-order-medium:0;--awb-spacing-right-medium:1.92%;--awb-spacing-left-medium:1.92%;--awb-width-small:100%;--awb-order-small:0;--awb-spacing-right-small:1.92%;--awb-spacing-left-small:1.92%;\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-column-has-shadow fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column\"><div class=\"fusion-text fusion-text-3\"><p>Am 8. Oktober teilte ein Sprecher des armenischen Verteidigungsministeriums in den sozialen Medien mit, dass die Ghazentschezoz-Kathedrale des Heiligen Retters in Schuschi, eine der gr\u00f6\u00dften armenischen Kirchen weltweit, durch Aserbaidschan bombardiert wurde. Er postete Bilder von zertr\u00fcmmerten Kirchenb\u00e4nken, einem gro\u00dfen Loch an der Decke und von Ger\u00f6ll, das in dem Geb\u00e4ude aus dem 19. Jahrhundert verstreut war. Aserbaidschan verleugnete prompt die Bombardierung und ein Sprecher des Verteidigungsministeriums sagte, dass \u201edie Informationen \u00fcber Sch\u00e4den an der Kirche in Schuschi nichts mit den Aktivit\u00e4ten der aserbaidschanischen Armee zu tun h\u00e4tten\u201c. Aserbaidschanische Streitkr\u00e4fte w\u00fcrden \u201ekeine historischen, kulturellen und insbesondere religi\u00f6se St\u00e4tten ins Visier nehmen\u201c, f\u00fcgte er hinzu.<\/p>\n<p>W\u00e4hrenddessen wurde die 2.000 Jahre alte hellenistisch-armenische Stadt Tigranakert, einem Bericht des Arch\u00e4ologen Hamlet Petrosyan vom 3. Oktober zufolge, ebenfalls von der aserbaidschanischen Artillerie beschossen. \u201eDie am besten erhaltene Stadt der hellenistisch-armenischen Kultur\u201c im Kaukasus \u201eliegt in der Zone intensiver Kriegsaktivit\u00e4t\u201c, teilte das Team von Petrosyan in einer Erkl\u00e4rung mit und stellte fest, dass sie mehrmals beschossen wurde. Weder Armenien noch Aserbaidschan gaben eine Verlautbarung \u00fcber diese St\u00e4tte heraus.<\/p>\n<\/div><div class=\"fusion-text fusion-text-4\"><p><b>Museen unterst\u00fctzen das Milit\u00e4r<\/b><\/p>\n<p>In Aserbaidschan unterst\u00fctzen die Museen offen die Kriegsanstrengungen. Am 7. Oktober k\u00fcndigten das Museum f\u00fcr nationale Kunst und das Nationale Teppichmuseum, beide in Baku ans\u00e4ssig, an, dass sie mit einer Spende die aserbaidschanischen Streitkr\u00e4fte unterst\u00fctzen w\u00fcrden. \u201eDie glorreichen S\u00f6hne und T\u00f6chter der Heimat, die an und hinter der Frontlinie ihre ganze Kraft sammeln, sind bereit, auf dem Schlachtfeld gegen den Feind zu k\u00e4mpfen, um die besetzten aserbaidschanischen Gebiete zu befreien und die territoriale Integrit\u00e4t des Landes wiederherzustellen, wie es unsere B\u00fcrgerpflicht ist\u201c, sagte das Nationale Museum f\u00fcr Kunst in einer Presseerkl\u00e4rung und k\u00fcndigte die Spende von 3.000 Manat (1.800 US$) an.<\/p>\n<p><b>\u201eAlle 4.000 kulturellen St\u00e4tten von Berg-Karabach sind der Gefahr von ernsthafter Zerst\u00f6rung ausgesetzt\u201c &#8211; Simon Maghakyan, armenischer Politikwissenschaftler<\/b><\/p>\n<p>Letztes Jahr f\u00fchrte Simon Maghakyan die Zerst\u00f6rung des armenischen Kulturerbes in Nachitschewan durch Aserbaidschan in der Online-Publikation \u201eHyperallergic\u201c detailliert auf &#8211; einem anderen umstrittenen Gebiet, mit 89 mittelalterlichen Kirchen, 5.840 Chatschkaren (filigran behauenen Kreuzsteinen) und 22.000 Grabsteinen.<\/p>\n<p>Maghakyan sagt jetzt: \u201eMan kann mit Recht davon ausgehen, dass alle 4.000 Kulturerbest\u00e4tten von Berg-Karabach der Gefahr ausgesetzt sind, zerst\u00f6rt zu werden\u201c, einschlie\u00dflich der historischen Stadt Amaras und des Grabmals von St. Grigoris aus dem 5. Jahrhundert und des Klosters Dadivank aus dem 13. Jahrhundert, das im ersten Jahrhundert als Kapelle gegr\u00fcndet worden war.<\/p>\n<p>Am 9. Oktober 2020 rief der armenische Kulturminister Arayik Harutyunyan die UNESCO auf, die Bombardierung der Ghazantschezoz-Kathedrale zu verurteilen. \u201eDie vors\u00e4tzliche Zerst\u00f6rung des kulturellen Erbes stellt ein Kriegsverbrechen dar. Die gezielte Beschie\u00dfung von Kulturerbest\u00e4tten ist -insbesondere zu Kriegszeiten &#8211; durch eine Reihe von internationalen Abkommen, einschlie\u00dflich der Haager Konvention der UNESCO, strengstens verboten. Leider wurde Aserbaidschan, als es zwischen 1997 und 2006 das gesamte armenische Kulturerbe in Nachitschewan ausl\u00f6schte, nicht angemessen verurteilt. Dieses Schweigen f\u00fchrte zur Ausradierung von 89 mittelalterlichen Kirchen, 5.840 Chatschkaren und 22.000 Grabsteinen.<\/p>\n<p>Er f\u00fcgte hinzu: \u201eWir fordern die UNESCO und alle anderen relevanten Organisationen auf, die anhaltende Aggression Aserbaidschans und die zielgerichtete Beschie\u00dfung von Kulturerbest\u00e4tten und anderer kultureller und ziviler Anlagen eindringlich und unmissverst\u00e4ndlich zu verurteilen. Wir sind \u00fcberzeugt, dass die rechtzeitigen Aktionen der UNESCO und anderer f\u00fchrender Weltorganisationen die weitere Zerst\u00f6rung von Kulturdenkm\u00e4lern und ziviler Anlagen in Arzach aufhalten werden.\u201c<\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><div class=\"fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-3 fusion-flex-container nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling\" style=\"--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-flex-wrap:wrap;\" ><div class=\"fusion-builder-row fusion-row fusion-flex-align-items-flex-start fusion-flex-content-wrap\" style=\"max-width:1248px;margin-left: calc(-4% \/ 2 );margin-right: calc(-4% \/ 2 );\"><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-2 fusion_builder_column_1_1 1_1 fusion-flex-column\" style=\"--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:100%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:1.92%;--awb-margin-bottom-large:20px;--awb-spacing-left-large:1.92%;--awb-width-medium:100%;--awb-order-medium:0;--awb-spacing-right-medium:1.92%;--awb-spacing-left-medium:1.92%;--awb-width-small:100%;--awb-order-small:0;--awb-spacing-right-small:1.92%;--awb-spacing-left-small:1.92%;\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-column-has-shadow fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column\"><div class=\"fusion-image-element \" style=\"--awb-caption-title-font-family:var(--h2_typography-font-family);--awb-caption-title-font-weight:var(--h2_typography-font-weight);--awb-caption-title-font-style:var(--h2_typography-font-style);--awb-caption-title-size:var(--h2_typography-font-size);--awb-caption-title-transform:var(--h2_typography-text-transform);--awb-caption-title-line-height:var(--h2_typography-line-height);--awb-caption-title-letter-spacing:var(--h2_typography-letter-spacing);\"><span class=\" fusion-imageframe imageframe-none imageframe-2 hover-type-none\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/koeln.dakd.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Bild2-1200x801.jpg\" alt class=\"img-responsive wp-image-6882\"\/><\/span><\/div><div class=\"fusion-text fusion-text-5\"><p><span style=\"font-size: 10px;\">Blick durch ein geborstenes Fenster aus einem Geb\u00e4ude in der N\u00e4he der Kathedrale von Schuschi, der Ghazantschezoz-Kathedrale, nachdem durch einen aserbaidschanischen Doppeltreffer am 11. Oktober 2020 ein Teil des Daches zerst\u00f6rt wurde. Foto: Celestino Arce\/NurPhoto<\/span><\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><div class=\"fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-4 fusion-flex-container nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling\" style=\"--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-flex-wrap:wrap;\" ><div class=\"fusion-builder-row fusion-row fusion-flex-align-items-flex-start fusion-flex-content-wrap\" style=\"max-width:1248px;margin-left: calc(-4% \/ 2 );margin-right: calc(-4% \/ 2 );\"><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-3 fusion_builder_column_1_1 1_1 fusion-flex-column\" style=\"--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:100%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:1.92%;--awb-margin-bottom-large:20px;--awb-spacing-left-large:1.92%;--awb-width-medium:100%;--awb-order-medium:0;--awb-spacing-right-medium:1.92%;--awb-spacing-left-medium:1.92%;--awb-width-small:100%;--awb-order-small:0;--awb-spacing-right-small:1.92%;--awb-spacing-left-small:1.92%;\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-column-has-shadow fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column\"><div class=\"fusion-text fusion-text-6\"><p>Am selben Tag gab die UNESCO eine Erkl\u00e4rung auf ihrer Website heraus, in welcher sie die j\u00fcngste Gewalt auf beiden Seiten verurteilte: \u201eDie UNESCO dr\u00fcckt ihre tiefe Besorgnis angesichts der anhaltenden Eskalation von Gewalt in der Konfliktzone Berg-Karabach aus, die zu hohen zivilen Opfern f\u00fchrt und Sch\u00e4den an der zivilen Infrastruktur &#8211; einschlie\u00dflich von Schulen, kulturellen und religi\u00f6sen St\u00e4tten &#8211; verursacht und ebenso die Sicherheit von Journalisten bedroht.\u201c<\/p>\n<p>Maghakyan beschuldigt die UNESCO, die Augen vor der Zerst\u00f6rung verschlossen zu haben und sagt: \u201esie hat angesichts der Aktionen Aserbaidschans zum kulturellen Genozid komplizenhaft geschwiegen.\u201c Er glaubt, dass die UNESCO aus zweierlei Gr\u00fcnden sehr langsam reagiert hat: Aserbaidschans finanzielle Beitr\u00e4ge an die finanziell angeschlagene Institution (Aserbaidschan spendete 5 Millionen USD, nachdem die USA 2013 ihre Finanzierung eingestellt hatte) und dessen Verbindungen zu zwei fr\u00fcheren Generaldirektoren, K\u014dichir\u014d Matsuura und Irina Bokova.<\/p>\n<p>Im Jahre 2017 enth\u00fcllte der \u201eGuardian\u201c, dass Kalin Mitrev, der Ehemann von Bokova, im Zusammenhang mit einer PR-Firma eine Beratungsgeb\u00fchr von mindestens 425.000 \u20ac (500.000 USD) annahm, die gesch\u00e4tzte 3 Milliarden USD an diverse einflussreiche Gruppen und Einzelpersonen weitergeleitet hat, um Werbung f\u00fcr die aserbaidschanische Regierung auf internationaler Ebene zu betreiben. Bokova konnte f\u00fcr eine Stellungnahme nicht erreicht werden. 2017 teilte Mitrev dem \u201eGuardian\u201c jedoch mit, dass die Zahlungen f\u00fcr eine rechtm\u00e4\u00dfige Unternehmensberatung bestimmt gewesen seien und bestritt jedwede Kenntnis \u00fcber die Verbindungskan\u00e4le bzw. \u00fcber die urspr\u00fcngliche Quelle der Finanzmittel gehabt zu haben.<\/p>\n<p>Derweil arbeitete Matsuura als Treuh\u00e4ndler f\u00fcr das staatlich gelenkte Baku International Multiculturalism Centre und wurde im Juli dieses Jahres mit dem diplomatischen Dienstorden ausgezeichnet. Matsuura konnte f\u00fcr eine Stellungnahme nicht erreicht werden.<\/p>\n<p>Die UNESCO lehnte es ab, sich zu diesen Vorw\u00fcrfen zu \u00e4u\u00dfern und verwies uns auf ihre Erkl\u00e4rung, in der sie die Gewalt verurteilte.<\/p>\n<p>2019 fand das Treffen des UNESCO-Welterbekomitees in Baku statt. Bei dem Treffen bat Ernesto Ottone Ramirez, stellvertretender Direktor der UNESCO f\u00fcr Kultur, beide Seiten, den Ermittlern der UNESCO die Einreise nach Berg-Karabach zu gestatten. Der Wunsch blieb jedoch unerf\u00fcllt.<\/p>\n<p>Nach der j\u00fcngsten Eskalation der Feindseligkeiten ver\u00f6ffentlichte eine Gruppe prominenter Intellektueller und Wissenschaftler, darunter Noam Chomsky, Gayatri Chakravorty Spivak, Tariq Ali, Viken Berberian, Judith Herman und die Philosophen Cornel West und Seyla Benhabib, am 16. Oktober einen offenen Brief im \u201eLos Angeles Review of Books\u201c, in dem sie zu einem Waffenstillstand aufrief, um in Berg-Karabach \u201edas Blutvergie\u00dfen und das menschliche und kulturelle Gemetzel zu beenden\u201c. \u201eWir erinnern Sie daran, dass die Orte der Bombeneinschl\u00e4ge arch\u00e4ologische St\u00e4tten beinhalten, wie die antike armenische Stadt Tigranakert.\u201c, schrieben sie.<br \/>\n_<br \/>\n<span style=\"background-color: rgba(255, 255, 255, 0); color: var(--body_typography-color); font-family: var(--body_typography-font-family); font-size: var(--body_typography-font-size); font-style: var(--body_typography-font-style,normal); font-weight: var(--body_typography-font-weight); letter-spacing: var(--body_typography-letter-spacing);\"><strong>\u00dcbersetzung aus dem Englischen<\/strong><br \/>\n<\/span><span style=\"background-color: rgba(255, 255, 255, 0); color: var(--body_typography-color); font-family: var(--body_typography-font-family); font-size: var(--body_typography-font-size); font-style: var(--body_typography-font-style,normal); font-weight: var(--body_typography-font-weight); letter-spacing: var(--body_typography-letter-spacing);\">von Arman Simonian<\/span><\/p>\n<p><strong>Quelle:<\/strong><br \/>\n<span style=\"background-color: rgba(255, 255, 255, 0); color: var(--body_typography-color); font-family: var(--body_typography-font-family); font-size: var(--body_typography-font-size); font-style: var(--body_typography-font-style,normal); font-weight: var(--body_typography-font-weight); letter-spacing: var(--body_typography-letter-spacing);\"><a href=\"https:\/\/www.theartnewspaper.com\/news\/monuments-in-line-of-fire-in-nagorno-karabakh-conflict\">https:\/\/www.theartnewspaper.com<\/a><\/span><\/p>\n<p><strong>PDF auf Englisch:<\/strong><a href=\"http:\/\/koeln.dakd.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Armenian-monuments-in-line-of-fire-in-Nagorno-Karabakh-conflict-_-The-Art-Newspaper.pdf\"><br \/>\nArmenian monuments in line of fire in Nagorno-Karabakh conflict _ The Art Newspaper<\/a><\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":12,"featured_media":6866,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[156,113],"tags":[157,160,158,159],"class_list":["post-6862","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-armenien","category-ref3","tag-armenien","tag-armenische-denkmaeler","tag-armenische-kulturerbe","tag-konflikt-in-berg-karabach"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/koeln.dakd.de\/am\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6862","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/koeln.dakd.de\/am\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/koeln.dakd.de\/am\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/koeln.dakd.de\/am\/wp-json\/wp\/v2\/users\/12"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/koeln.dakd.de\/am\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6862"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/koeln.dakd.de\/am\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6862\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/koeln.dakd.de\/am\/wp-json\/wp\/v2\/media\/6866"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/koeln.dakd.de\/am\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6862"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/koeln.dakd.de\/am\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6862"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/koeln.dakd.de\/am\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6862"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}